Historie

Damals
bis heute

Daten & Fakten

1868
In Halle wird auf dem Exerzierplatz am Roßplatz das erste offizielle Pferderennen ausgetragen und begründet damit die lange Pferdesporttradition der Stadt.

1880er-1890er
Aufgrund der ungünstigen Erreichbarkeit des bisherigen Geländes wird die Rennbahn auf die Beuchlitzer Wiesen verlegt, auch wenn sich diese Lage später ebenfalls als problematisch erweist.

1908-1912
Der Bau einer modernen und zentraler gelegenen Rennbahn auf den Passendorfer Wiesen beginnt, wodurch eine leistungsfähige Anlage für den wachsenden Rennsportbedarf entsteht.

Juli 1913
Nach rund einjähriger Bauzeit wird die neue Rennbahn mit großer Haupttribüne, Boxenstall und Totalisator fertiggestellt und feierlich mit einem viel beachteten Renntag am 27. Juli eröffnet.

Juli 1913
Zeitgleich nimmt die neu errichtete Gaststätte ihren Betrieb auf und bietet den Besuchern der Rennbahn modernen Komfort mit Terrassen, Restaurant und überdachter Tribüne.

1914
Mit dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs wird der gesamte Rennbetrieb abrupt eingestellt und die Anlage für mehrere Jahre stillgelegt.

8. Juni 1920
Nach langer Unterbrechung öffnen die Restauration und Terrassen der Rennbahn erneut und knüpfen an die frühere Beliebtheit als Ausflugsziel an.

1945
Bereits kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs können wieder Renntage stattfinden, während die „Rennbahnterrassen“ sich erneut zu einem beliebten Treffpunkt der Hallenser entwickeln.

1959
Die staatliche Handelsorganisation (HO) übernimmt die Bewirtschaftung der Gaststätte und sorgt für eine stabile gastronomische Versorgung.

1965 & 1973
In zwei großen Renovierungsphasen wird die Anlage umfassend modernisiert und mit charakteristischen Elementen wie Kutschenrädern und Laternen atmosphärisch aufgewertet.

2002
Der Rennclub Halle (Saale) e.V. übernimmt die Anlage sowie die Organisation der Galopprennen und führt die Tradition auf den Passendorfer Wiesen fort.

2002 & 2013
Trotz schwerer Hochwasserereignisse bleibt die Rennbahn bestehen und trotzt den enormen Schäden der Naturereignisse.

Oktober 2016
Zur Beseitigung der Hochwasserschäden von 2013 beginnen umfangreiche Sanierungsarbeiten auf dem gesamten Gelände der Passendorfer Wiesen.

31. Oktober 2019
Nach jahrelanger Sanierung wird die Rennbahn feierlich wiedereröffnet und mit dem bekannten Ruf „Boxen auf!“ offiziell in Betrieb genommen.

2024
Die Galopprennbahn Passendorfer Wiesen wird aufgrund ihrer besonderen Atmosphäre, sportlichen Qualität und gelungenen Veranstaltungen zur „Rennbahn des Jahres 2024 in Deutschland“ gewählt.

Damals
bis heute

Die Geschichte
dahinter

Postkarte, geschrieben am 02.07.1927

10. Juni 1868

Am 10. Juni 1868 veranstaltete der Sächsich- Thüringische Pferdezuchtverein in Halle das erste offizielle Pferderennen auf dem Exerzierplatz in der Nähe des Roßplatzes.

Später verlegte man die Rennbahn in das Auengelände der Beuchlitzer Wiesen, die freilich zu weit von der Stadt entfernt und nur schwer und umständlich zu erreichen waren.

Deshalb ließ der Reiterverein eine moderne Rennbahn errichten, die auf den Passendorfer Wiesen, unweit des Hettstedter Bahnhofs, lag.

Mit starker finanzieller Unterstützung des Magistrats entstand nach einjähriger Bauzeit die neue Rennstrecke, der Boxenstall, die Totalisatoranlage und die große überdachte Haupttribüne, noch heute ein Wahrzeichen der schönen Auenlandschaft.

27. Juli 1913

Am 27. Juli 1913 konnte der erste Renntag abgehalten werden, bei dem der Preis der Stadt Halle im Mittelpunkt stand. Im Generalanzeiger heißt es enthusiastisch: “Eine neue Epoche für die Rennen zu Halle ist angebrochen.

Wie oft haben wir früher neidisch nach Leipzig und Magdeburg geblickt, wo die Renntage stets so glanzvoll verliefen. Vor unserem Auge breitete sich diesmal eine ganz gewaltige Zuschauermenge aus, die den Beweis dafür lieferte, daß die Pferderennen auch in Halle volkstümlich im weitesten Sinne werden dürften”.

Ausschnitt einer Postkarte von 1931 (Fliegeraufnahme)

16. Juli 1913

Mit der Eröffnung der neuen Pferderennbahn nahm auch die Gaststätte ihren Betrieb auf, die naturgemäß bei den Rennveranstaltungen viele Gäste erwartete. Im General-Anzeiger vom 16. Juli 1913 wird in diesem Zusammenhang berichtet:

“Dem Ziel gegenüber ist eine prächtig überdachte Tribüne erbaut worden, um die uns manche Rennbahn beneiden kann. Nicht weniger als 100 Personen können darauf Platz finden. Von sämtlichen Plätzen der auf Säulen errichteten Tribüne aus kann man die Rennbahn vollständig übersehen. Um eine Erfrischung zu sich nehmen zu können, braucht man die Tribüne nicht zu verlassen. In gleicher Höhe mit den höchsten Plätzen ist an die Rückwand eine Terrasse angebaut, auf der Kaffee mit Gebäck serviert werden wird. Eine Etage tiefer, also unter den Sitzplätzen, befindet sich ein Restaurant an das sich in gleicher Höhe wiederum eine große Terrasse schließt, auf der sich’s bei einem Schoppen Bier sehr gemütlich sitzen lässt. Aber auch zu ebener Erde, die Säulenhalle zu einem großen Teil einnehmend, ist Schankbetrieb, allen Sattelplatzbesuchern Labung bietend.”

In der Saale-Zeitung heißt es u.a.: “Auch für die Erholung und Bequemlichkeit der Rennbahnbesucher ist ausgiebig gesorgt. In der Haupttribüne befindet sich, von den Sitzreihen bequem zu erreichen, ein elegantes Restaurant, an das sich hinten eine große offenen Terrasse anschließt. Dort kann sich der glückliche Wetter niederlassen, den Klängen der im nahen Musikpavillon spielenden Musikkapelle lauschen und erhaben auf das geldgierige Gewimmel vor dem Toto zu seinen Füßen hinabblicken…”

Ein Jahr später

Ein Jahr später schloß die Pferderennbahn ihre Pforten bei Ausbruch des ersten Weltkrieges. Nach sechsjähriger Pause wurde am 8. Juni 1920 “die herrlich gelegene Restauration und Terrasse der heimischen Pferderennbahn wieder eröffnet. Die Bewirtschaftung übernahm Albert Nicolaus vom “Goldenen Hirsch”.

Nach dem zweiten Weltkrieg

Nach dem zweiten Weltkrieg gehörte die Bahn zu den ersten Sportstätten, die wieder benutzt wurden, so dass noch 1945 Renntage abgehalten werden konnten. Die “Rennbahnterrassen” blieben eine beliebte Ausflugsgaststätte, die ab 1959 von der HO bewirtschaftet wurde, die 1965 und 1973 umfangreiche Renovierungen durchführte und das Lokal mit Kutschenrädern, -Lampen und Pferdehalftern ausstatten ließ.

Hochwasser 2013: Die ganze Anlage stand unter Wasser

Ab 2002

Ab 2002 übernahm der Rennclub Halle (Saale) e.V. die Bewirtschaftung der Galopprennbahn in Halle sowie die Durchführung von Pferderennen auf den Passendorfer Wiesen. Auch den starken Hochwasser in den Jahren 2002 und 2013 konnte die Rennbahn auf den Passendorfer Wiesen „trotzen“. Im Oktober 2016 begannen die umfangreichen Sanierungsarbeiten auf den „Passendorfer Wiesen“, um die Schäden des Hochwassers 2013 zu beseitigen. Nach langer und intensiver Bauzeit ist es nun soweit: Am 31.Oktober 2019 heißt es wieder „Boxen auf!“.

Was uns ausmacht

Training

2000m Sandbahn

2000m Jagdbahn

Paddock

Koppel

Führanlage

Reithalle

Klimatisierter Stalltrackt

Tribüne

bis zu 900 überdachte Plätze

25 Logen a 4 Personen

Großer Gastraum

Terrasse/ Sonnenterasse

Clubraum

Jockey Raum mit Waage

Sanitäranlagen

VIP-Zelt

Ca. 220 Plätze

Eigener/ separater Wettschalter

Hochwertiges Catering

Wettanimation

Vorgebaute Terrasse

Führring

Präsentationsort der Rennpferde

Sattelplatz, Führring und Tribüne unmittelbar beieinander

Unter historischem Baumbestand

Geläuf

2000m Grasbahn

Bestens geeignet für großen Sport

Startmaschine mit 12 Plätzen

Familienareal

In ruhiger Lage unter alten Kastanien

Bastelstraße

Hüpfburg

Ponnyreiten

Kinderbaustelle

Beste Lage

Gute Erreichbarkeit

Mitten im Grünen und mitten in der Stadt

Wettschalter

25 Wettschalter im historischen Ambiente

Mobile Sparkassenfiliale zu den Rennen

Ansprechpartner / Mitglied werden

Tradition des Pferderennens erhalten

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Der Mitgliedsbeitrag beträgt 100€/ Jahr.

Matthias Tandler
Matthias Tandler (Vorstand)
Die Mitglieder des Rennclubs Halle